Seit letztem Freitag kann ich es ;-)
Das Wochenende war als ein cooles, entspanntes, mit Besuch im Sommertheater zu Bautzen geplant, aber dass ich das nicht bekomme, haette ich mir eigentlich denken koennen.
Zuerst kam ich auf Arbeit an und merkte, dass die Batterie meines Telefones kurz vor dem k.o. ist - und weit und breit kein Ladegeraet zur Hand. Geistesgegenwaertig schalte ich es also aus, um am Abend wenigstens dem Abholdienst, in Form meiner Eltern, bescheid geben zu koennen, wann ich am Abend am Bahnhof eintreffe.
Womit ich natuerlich nicht gerechnet hatte: Die Formalitaeten zum Weitertransport ins Theater am Abend mussten auch noch geklaert werden, da wir nachher ja noch eine Kneipentour vorhatten und der Rueckweg per Taxi bewaeltigt werden sollte.
Ich hatte ja keine Ahnung!
Den Arbeitstag habe ich dann also ohne Sorgen hinter mich gebracht, als ich aber das Handy am Bus einschaltete, um zu erfahren ob ich meinen Zug noch bekomme (das Handy ist meine Uhr), nahm das Unglueck seinen Lauf. Vier gescheiterte Versuche mich zu erreichen. Ich war ja auch nur per Mail und diverse Messenger erreichbar :-)
Ich hatte also die Wichtigkeit meines Handys komplett unterschaetzt.
Da die Uhr allerdings sagte, dass der Bus gleich kommen musste, wurde das Handy brav wieder ausgeschalten - noch sass ich ja nicht im Zug. Zwischen mir und der gesicherten Ankunftszeit lagen ja nur noch die Fahrt zum Bahnhof, der Ticketschalter und der Bahnsteig, welcher erreicht werden musste, bevor der Zug losfuhr.
Kurz gesagt, es lagen noch 1000 Moeglichkeiten vor mir den angedachten Zug zu verpassen, in Anbetracht der Tatsache, dass ich die Deutsche Bahn als Transportmittel benutze.
Kurz vor 18h sass ich dann aber endlich im Zug, samt Ticket und noch nem kleinen Burger (irgendwann muss ich ja auch mal was essen!) Telefon wurde also brav wieder eingeschalten und die Ankunftszeit an Mutti kommuniziert. Als naechstes stand dann der Rueckruf an, um die letzten Ungereimtheiten zu klaeren.
Kurz und gut, geklaert wurde alles - nur der Zeitplan hatte sich sehr verknappt! Die Route vom Bahnhof nach Hause wurde gestrichen, stattdessen ging es direkt zum Treffpunkt fuer das Sammelfahrzeug nach Bautzen - Theater.
Nur einen kleinen Zwischenstop mussten wir machen - der Geldautomat. Und da meine Batterie mitten im Telefonat aufgegeben hatte, waren meine Kommunikationswege mit der Bautzener Abteilung limitiert. Ein Abklaeren war also etwas kompliziert.
Paps war aber so nett, mich kurz an der Oertlichen Bank rauszulassen, damit ich den Geldautomaten und somit mein Konto um ein paar Euroscheine erleichtern konnte. Soweit sogut, der Weg aus so einer Bank kann sich allerdings manchmal als schwieriger als gedacht gestalten.
Ich Gluecksvogel, ramme mir natuerlich mit voller Kraft die Tuer an die Zehe - dachte ich zumindest. Tat auch schrecklich weh, aber mit Zehen die wehtun hab ich meine Erfahrung. Alles in allen schaetzte ich es als nicht sooo schmerzhaft ein. PLUS der Schuh war noch ganz!
Wir fuhren also weiter zum Treffpunkt in Zescha. Wo ich dann noch eine Minute Zeit hatte meinen Fuss aus dem Schuh zu ziehen um zu sehen ob es blutet - und ja die Socke war schon feucht.
Ohne Socke sah das Ganze dann aber nicht mehr sogut aus. Der halbe Zehennagel war umgebogen - die Tuer war nicht an, sondern ueber die Zehe gezogen worden. Leider gibt es davon keine Bilder, da ja mein Handy ko war - und damit meine mobile Kamera :D
Allerdings war der Schmerzlevel ertragbar, also Binde drum und los geht es.
Die Fahrt nach Bautzen war allerdings nur dahingehend eine gute Idee, als das es da auch ein Krankenhaus steht...
Yup ihr habt es erraten, kurz vor dem Theater meinte mein Koerper mir in Form von Ohrensaussen und anderen netten Signalen des Kreislaufversagens mitteilen zu muessen, dass ein Krankenhausbesuch auch mal wieder eine gute Idee waere.
So kam es dann auch, die Jungs begleiteten mich netterweise mit hinein, waehrend die Maedels meine Eltern informierten.
45 Minuten spaeter kam denn auch der Arzt und schaute sich das Ganze an - und forderte ein Roentgenbild. An dieser Stelle plaediere ich mal fuer ein bisschen mehr Unterhaltung waehrend der Wartezeit - die ist immer so langweilig (ein Stueck Papier und ein Stift wuerden schon reichen, um den ersten Draft fuer den Blog zu schreiben). Wenigstens schauten nach einer Weile meine Eltern vorbei und wollten die Details erfahren.
Nach ca. 2 Stunden hatte ich es dann Jack Bauer maessig ueberstanden - ohne Schmerzmittel *der Arzt wollte mir nix geben*
Der Umgebogene Teil des Nagels wurde gekuerzt und der Rest eingebunden. Im Endeffekt sah es wohl schlimmer aus, als es wirklich war.
Aber das Wochenende hatte ja gerade erst begonnen - Teil 2 folgt Morgen!
P.S.: Wer von den Gluecklichen im Theater wuerde denn gern einen Gastbeitrag mit seiner/ ihrer Sichtweise des Abends schreiben?