7/31/08

...auf zur neuen Phase!


Nach dieser kurzen Phase der Erholung, man koennte auch sagen, nach der Ruhe vor dem Sturm, ging es dann am Sonntag mit Spannung weiter. Zuerst stand ein Besuch bei Oma, samt Mittagessen an. Da Oma eine Freundin von sich miteingeladen hatte, die sie mal eben unterhalten konnte, nutzte ich die Gelegenheit fuer den Aufstieg auf den Friedrich-August-Turm in Sohland auf der Grenzbaude. Die im uebrigen eine klasse Gaststaette ist! An sonnigen Tagen ist die Aussicht da oben echt herrlich.

Weitere Bilder des Tages koennt ihr unter folgender Webadresse finden! Die Bilder sind beschriftet, also sollten Unfallaehnliche Falschclicks vermeidbar sein.

Da es bis jetzt aber ein eher ruhiger Sonntag war, muss ja noch der oben angesprochene Sturm kommen. Nachdem ich also einige Stunden mit Oma verbracht hatte, fuhr ich wieder nach Haus, um meine Sachen fuer Dresden abzuholen. Und boy war ich im Moment des Haustueroeffnens froh im obersten Stock mein Zimmer zu haben! Rocky, der schon sehnsuechtig auf Futter vor der Haustuer gewartetet hatte, schob die Idee des Futter fassens auch gleich wieder auf den unteren Rand seiner Dringlichkeitsliste, als er zur Haustuer hineinsah.
Und auch ich war etwas perplex, als ich auf der Heimfahrt von einer kurzen Dusche traeumte, dachte ich doch im Traum nicht daran, die in der Kueche in die Tat umzusetzen! Die Treppe glich auch eher den Niagarafaellen, als einer gewoehnlichen Aufstiegshilfe in den ersten Stock.

Die naechsten Stunden verbachte ich also nicht auf der Autobahn nach Dresden, sondern in Bad und Kueche bei einer etwas kreativeren Art des Badens. Man nennt es im Volksmunde auch wischen.

Irgendwann in den Nachtstunden hatte ich es dann geschafft, meine Beine zitterten schon, ob vor Adrenalinueberschuss oder wegen des staendigen kniens, sei mal dahingestellt. Noch ein kleines Abendbrot und fertig packen der Sachen, ein letztes giessen der Blumen im Garten - und endlich trafen meine Eltern ein - auf ihrem "Urlaub" vom Urlaub und uebernahmen das Zepter. Ich hingegen machte mich aus dem Staub und in Richtung Dresden auf, am Montag stand Arbeiten auf dem Plan und ich wollte dazwischen ja noch etwas schlafen. Was ich dann auch direkt tat, nachdem ich in Dresden angekommen war und meine Sachen fertig ausgepackt hatte.

Die neue Woche konnte also losgehen - und wird hoffentlich besser enden als die Letzte!

7/30/08

Die Ruhephase

Nachdem ich also nach gefuehlten 10 Stunden das OK vom Arzt bekommen habe, hinterlegte ich noch schnell die Eintrittsgebuehr fuer die Notfallaufnahme am Eingang und verliess mit meinen Eltern das Etablissement in Richtung Heimat.

Zuhause angekommen gab es dann endlich Abendbrot, die ganze Aufregung hatte doch einiges an Reserven gekostet! Das Eis hat diese aber wieder sehr gut aufgefuellt ;-)
Nach einem ruhigen Abend vor dem Fernseher, der nur durch besorgte Anrufe meiner Freunde unterbrochen wurde, die mir gute Besserung wuenschen wollten, und etwas alternativer Schmerzmittel ging es dann auch ins Bett. Und ich konnte endlich schlafen - bis zum naechsten Morgen. Den Anruf aus Zescha hatte ich im uebrigen glatt verschlafen, obwohl das Telefon direkt vor meinem Kopf stand!

An dieser Stelle nochmal lieben Dank fuer all die "Gute Besserung" Wuensche!
Wer sich den Fuss naeher ansehen moechte, tue dies bitte unter folgender Webadresse - aber Vorsicht! Ein starker Magen koennte von Vorteil sein :-)

Der Rest des Samstages verlief eher schlafend, bis auf den kurzen Augenblick als meine Eltern in Urlaub fuhren. Da gab es nochmal kurz etwas Aufregung der positiven Art, bevor es weiter zum normalen Tagesgeschehen ging.

Kannst du SCHWARZER FREITAG sagen?

Seit letztem Freitag kann ich es ;-)

Das Wochenende war als ein cooles, entspanntes, mit Besuch im Sommertheater zu Bautzen geplant, aber dass ich das nicht bekomme, haette ich mir eigentlich denken koennen.
Zuerst kam ich auf Arbeit an und merkte, dass die Batterie meines Telefones kurz vor dem k.o. ist - und weit und breit kein Ladegeraet zur Hand. Geistesgegenwaertig schalte ich es also aus, um am Abend wenigstens dem Abholdienst, in Form meiner Eltern, bescheid geben zu koennen, wann ich am Abend am Bahnhof eintreffe.
Womit ich natuerlich nicht gerechnet hatte: Die Formalitaeten zum Weitertransport ins Theater am Abend mussten auch noch geklaert werden, da wir nachher ja noch eine Kneipentour vorhatten und der Rueckweg per Taxi bewaeltigt werden sollte.
Ich hatte ja keine Ahnung!

Den Arbeitstag habe ich dann also ohne Sorgen hinter mich gebracht, als ich aber das Handy am Bus einschaltete, um zu erfahren ob ich meinen Zug noch bekomme (das Handy ist meine Uhr), nahm das Unglueck seinen Lauf. Vier gescheiterte Versuche mich zu erreichen. Ich war ja auch nur per Mail und diverse Messenger erreichbar :-)
Ich hatte also die Wichtigkeit meines Handys komplett unterschaetzt.

Da die Uhr allerdings sagte, dass der Bus gleich kommen musste, wurde das Handy brav wieder ausgeschalten - noch sass ich ja nicht im Zug. Zwischen mir und der gesicherten Ankunftszeit lagen ja nur noch die Fahrt zum Bahnhof, der Ticketschalter und der Bahnsteig, welcher erreicht werden musste, bevor der Zug losfuhr.
Kurz gesagt, es lagen noch 1000 Moeglichkeiten vor mir den angedachten Zug zu verpassen, in Anbetracht der Tatsache, dass ich die Deutsche Bahn als Transportmittel benutze.

Kurz vor 18h sass ich dann aber endlich im Zug, samt Ticket und noch nem kleinen Burger (irgendwann muss ich ja auch mal was essen!) Telefon wurde also brav wieder eingeschalten und die Ankunftszeit an Mutti kommuniziert. Als naechstes stand dann der Rueckruf an, um die letzten Ungereimtheiten zu klaeren.

Kurz und gut, geklaert wurde alles - nur der Zeitplan hatte sich sehr verknappt! Die Route vom Bahnhof nach Hause wurde gestrichen, stattdessen ging es direkt zum Treffpunkt fuer das Sammelfahrzeug nach Bautzen - Theater.
Nur einen kleinen Zwischenstop mussten wir machen - der Geldautomat. Und da meine Batterie mitten im Telefonat aufgegeben hatte, waren meine Kommunikationswege mit der Bautzener Abteilung limitiert. Ein Abklaeren war also etwas kompliziert.

Paps war aber so nett, mich kurz an der Oertlichen Bank rauszulassen, damit ich den Geldautomaten und somit mein Konto um ein paar Euroscheine erleichtern konnte. Soweit sogut, der Weg aus so einer Bank kann sich allerdings manchmal als schwieriger als gedacht gestalten.
Ich Gluecksvogel, ramme mir natuerlich mit voller Kraft die Tuer an die Zehe - dachte ich zumindest. Tat auch schrecklich weh, aber mit Zehen die wehtun hab ich meine Erfahrung. Alles in allen schaetzte ich es als nicht sooo schmerzhaft ein. PLUS der Schuh war noch ganz!

Wir fuhren also weiter zum Treffpunkt in Zescha. Wo ich dann noch eine Minute Zeit hatte meinen Fuss aus dem Schuh zu ziehen um zu sehen ob es blutet - und ja die Socke war schon feucht.
Ohne Socke sah das Ganze dann aber nicht mehr sogut aus. Der halbe Zehennagel war umgebogen - die Tuer war nicht an, sondern ueber die Zehe gezogen worden. Leider gibt es davon keine Bilder, da ja mein Handy ko war - und damit meine mobile Kamera :D
Allerdings war der Schmerzlevel ertragbar, also Binde drum und los geht es.
Die Fahrt nach Bautzen war allerdings nur dahingehend eine gute Idee, als das es da auch ein Krankenhaus steht...
Yup ihr habt es erraten, kurz vor dem Theater meinte mein Koerper mir in Form von Ohrensaussen und anderen netten Signalen des Kreislaufversagens mitteilen zu muessen, dass ein Krankenhausbesuch auch mal wieder eine gute Idee waere.
So kam es dann auch, die Jungs begleiteten mich netterweise mit hinein, waehrend die Maedels meine Eltern informierten.

45 Minuten spaeter kam denn auch der Arzt und schaute sich das Ganze an - und forderte ein Roentgenbild. An dieser Stelle plaediere ich mal fuer ein bisschen mehr Unterhaltung waehrend der Wartezeit - die ist immer so langweilig (ein Stueck Papier und ein Stift wuerden schon reichen, um den ersten Draft fuer den Blog zu schreiben). Wenigstens schauten nach einer Weile meine Eltern vorbei und wollten die Details erfahren.
Nach ca. 2 Stunden hatte ich es dann Jack Bauer maessig ueberstanden - ohne Schmerzmittel *der Arzt wollte mir nix geben*
Der Umgebogene Teil des Nagels wurde gekuerzt und der Rest eingebunden. Im Endeffekt sah es wohl schlimmer aus, als es wirklich war.

Aber das Wochenende hatte ja gerade erst begonnen - Teil 2 folgt Morgen!

P.S.: Wer von den Gluecklichen im Theater wuerde denn gern einen Gastbeitrag mit seiner/ ihrer Sichtweise des Abends schreiben?

7/29/08

Warum Altenglisch lernen Spaß macht

Aus Germania, einem Bericht des römischen Historikers Tacitus, aus dem ersten Jahrhundert nach Christus:

"For the Germans have no taste for peace; renown is more easily won among perils, and a large body of retainers cannot be kept together except by means of violence and war." (aus Brundage 1970:113)



Aus The Daily Show, Moderator Jon Stewart am 24. Juli dieses Jahres:

"It was time for the most anticipated event on Senator Obama's itinerary: his speech in Berlin. You know, I gotta tell you: there's something about a charismatic leader rallying huge crowds of Germans in a large public square that just gives you goosesteps... -bumps I mean.

His venue changed to the Victory Column, a monument linked to Adolf Hitler. You know how a lot of things in this country [America, MM] can be linked to Kevin Bacon? Well, in Germany, it's HITLER! It doesn't take six steps... 'look, Obama's in a Volkswagen!'... a car linked to Hitler!"


Bemerkenswerterweise unterscheiden sich die heutigen Ansichten der englischsprechenden Gemeinschaft unseres Planeten nicht sonderlich von denen, die zu Beginn der Zeitrechnung dominierten... Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass Intelligenz an sich dem Amerikaner eher fremd zu sein scheint..

7/16/08

Rosa, das neue Blau

Ui, wie kann dass denn bitte sein?
Aber offensichtlich scheint es wirklich die Modefarbe des Jahres zu sein. Immerhin tragen mehr und mehr Maenner T-Shirts in der Farbe ;-)

Offenbar scheint das Modebewusstsein nicht nur bei der Spezies Mensch weitreichend vertretten zu sein. Nein, diverse Spezies in der Natur fangen jetzt auch an ihre Kleider zu wechseln.
Vorher immer gut erkennbar in diversen blau und gruen Toenen, hat sich mittlerweile wohl auch eine gewisse "Pflanze" ueberreden lassen, jetzt rosa zu tragen. Musste ich zumindest heut morgen mit entsetzen feststellen, als ich versuchte eine Scheibe Toast zu essen!

Lange Rede kurzer Sinn, wer heutzutage Zweifel an der Vertraeglichkeit der Nahrungsmittel in der Kueche hat, sollte zweimal nachsehen. Ungeniessbar ist nicht mehr unbedingt durch ein Gesundes blau bzw gruen zu erkennen! Nein Schimmel gibt es neuerdings auch in der Farbe rosa zu erstehen!
Viel Spass beim Einkauf :D


Beiweisfoto:



Der Toast in einem etwas fortgeschritteren Stadium der Entwicklung,
mit ihm sein Gefaehrte: Schimmel

7/15/08

Damals wars...

... und heute ists noch immer!

Waren es in den 80ern noch die uebergrossen Ghettoblaster die man auf der Schulter mit sich herumschleppen musste, um die Nachbarschaft freundlicherweise mit Musik zu versorgen, ist das ganze heute etwas einfacher.
Da nutzt man dann einfach sein "Alles in einem Handy" um Leute mit seinem Musikgeschmack im Bus oder auch an jedem anderen Ort seiner Wahl zu nerven. Aber mal abgesehen vom Musikgeschmack, der ja fuer jeden verschieden ist (und das ist gut so), noch viel schlimmer ist eigentlich die Tatsache, dass die heutigen Handys dem Ghettoblaster von damals in einer entscheidenden Sache hinterher sind: Sie haben Monolautsprecher! Und Musik klingt aus einem kleinen Monolautsprecher nunmal nicht so gut wie aus zwei Lautsprechern, die dafuer gemacht sind _Musik_ laut zu hoeren.

Also bitte liebe Mitmenschen: nehmt etwas Ruecksicht auf eure Mitmenschen und geniesst eure Musik ueber Kopfhoerer.

7/10/08

Eine kleine Warnung waere nett gewesen!

Aber wohl auch zuviel verlangt.

Was erwarten wir eigentlich auch von Windows? *Ja, es geht mal wieder um mein liebstes Betriebssystem.*
Da ein paar Sicherheitsexperten festgestellt haben, dass man mittlerweile ueber trickreiche Verfahren die Firewall austricksen und damit Daten vom PC auslesen kann, gab es in dieser Woche einen Patch von Windows.
Soweit sogut. Nur leider bewirkt der Patch, dass die Firewall nun entweder ueberhaupt nichts mehr blockt, weil ausgeschalten, oder aber alles blockt, weil eingeschalten. - und das hoer ich dann man ueber Backchannels von Freunden - wie traurig, dass mich Windows ueber sowas nicht benachrichtigen kann!

Und ich wundere mich, warum ich ploetzlich tausende von Nachrichten bekomme, dass IP- Zugriffe geblockt worden!

Heisst also entweder Firewalleinstellungen auf weniger sicher regeln, Firewall ausschalten oder aber Patch wieder de-installieren. Ich frage mich da nur, ob mein System durch den Patch wirklich sicherer wird, wenn ich deswegen meine einzige Abwehr gegen Feinde ausschalte. Das ist als ob ich im Krieg sage: Die Gegner koennen jetzt auch von Westen aus angreifen, wir wissen nur nicht aus welchem Wald. Wir haben folgende Moeglichkeiten:

1. Wir bauen eine hohe Mauer im Westen auf.
Hat den Nachteil, wir schneiden unsere eigene Versorgungswege ab.

2. Wir stellen ein paar Soldaten dahin, die uns bewachen.
Vorteil: Wir koennen immer noch mit Nahrung etc versorgt werden.
Nachteil: Die koennen uns immer noch ueberrennen, da unsere Ueberwachungsstrategie Loecher aufweist.

3. Wir oeffnen unsere Tore und hoffen, dass der Angriff weniger viel Schaden verursacht, da wir uns nicht wehren.

4. Wir de-installieren diese Information aus unseren Gehirnen und lassen alles so wie vorher.
Vorteil: Wir sind nicht mehr gefaehrdet als vorher, wir wussten nur nichts davon.


Wie man sich auch immer entscheidet, ich habe meine Lehre daraus gezogen.
Ich habe gelernt: den Lizenzvertrag les ich beim naechsten Update durch, bevor ich ihn bestaetige. Wohlgemerkt bestaetige! Den Vertrag darf man ja zu jeder kleinsten Moeglichkeit bestaetigen. Also warum lesen? Ist ja eh der gleiche, oder etwa doch nicht?!

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