10/26/08

Sternwanderung

Ein Schelm wer jetzt denkt wir sind in der Nacht durch die Oberlausitz gewandert... und sich sagt, da sieht man doch gar nichts von der Welt!

Natuerlich sind wir bei Tageslicht und Sonnenschein die Strecken abgelaufen, die Wanderung hiess nur deswegen Sternwanderung, weil daran verschiedene Kirchgemeinden teilnahmen, deswegen aus verschiedenen Richtungen kamen und diese Richtungen aus der Vogelperspektive heraus einen Stern ergaben. Soweit klar?!

Anstoss zu diesem Unternehmen gab es von meinem Patensohn Chris - der mich gern dabei haben wollte - und wer kann ihm schon was abschlagen, wenn er so lieb bitte sagt?! Also ich nicht! :D

Es ging am Freitag los, nachdem wir also alles im Vorfeld nuetzliche zusammengepackt hatten, wie Luftmatraze und Schlafsack, jedoch ohne technische Spielereien... ja mein Laptop musste daheim bleiben, aber Chris' Nintendo wurde ueber das Wochenende in den Schrank verbannt. Vermisst haben wir beide nicht, dafuer gab es zuviel zu tun und zu erleben.

Auf dem Weg nach Crostau


Puenktlich um 15:15 ging es in Neschwitz los. Von hier fuhren wir erstmal in Richtung Halbendorf, von da aus hiess es noch etwas wandern.
Ueber Wald- und Feldwege ging es nach Crostau. Mit einem kleinen Stop(p) zwischendrin, um das "Boot" von Mose zu bauen, in welchem er zu seiner Zeit auf dem Nil ausgesetzt wurde. Danach ging es aber zur Kirche von Crostau, da es doch recht windig und nicht gerade warm war. Im Kirchgemeindehaus sollten wir unsere erste Nacht auf der Wanderung verbringen.
Dort angekommen lernten wir auch bald die ersten Mitstreiter (aus der Crostauer Gemeinde) der Sternwanderung zuerst beim Abendbrot und danach bei dem ein oder anderen Spiel kennen.

Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht, begann der naechste Morgen etwas ruhiger. Zuerst mit ein paar Spielen, die uns das Leben zu Moses Zeit in Aegypten etwas naeher brachten. Im Anschluss daran, ging es noch einmal in die Kirche fuer eine kurze Andacht, bei der wir auch erfuhren, dass die Kirche die beruehmte Silbermann-Orgel beherbergt.

Das Mordkreuz auf den Kälbersteinen



Etwas spaeter ging es dann los in Richtung Sohland, aber nicht auf den Stadtstrassen entlang, nein sehr besinnlich ueber die Wald- und Bergwege des Oberlandes! Ueber das Mordkreuz hinaus weiter in Richtung Waldbuehne. Wo wir zur Mittagszeit Rast machten, hier erfuhren wir etwas mehr ueber die Wanderung Moses und seines Volkes von Aegypten, durch die Wueste in das Gelobte Land - und wie sie stets mit genuegend Wasser und Nahrung versorgt wurden.

Danach ging es dann ein kleines Stueck zurueck auf dem Wege und uns wurde eine Aufgabe gestellt. Diese lautete jede Gruppe von Kindern sollte eine eigene Uebernachtungsmoeglichkeit mit Hilfe von Aestchen, Blaettern und anderen im Wald zu findenden Baumaterialien bauen. Hellaufbegeistert sammelten die Kids denn auch gleich alles moegliche zusammen und bauten was das Zeug hielt!
Die Huette die bei uns herauskam sah wie folgt aus:


Nach einem saettigenden Mahl in Form von Manna/Popcorn und der Besichtigung der anderen Bauten ging es weiter in Richtung Kaelbersteine, dort tobten wir uns noch etwas aus, bevor wir unsere Wanderung fortsetzten. Besonders das herumklettern auf besagten Steinen machte den Kids grosse Freude!



Trotz dieser Herumtobberei hatten die Kids spaeter am Nachmittag immer noch genug Energie um den Spielplatz in Sohland gruendlich in Augenschein zu nehmen...

Am Abend kamen wir dann alle etwas erschoepft in Sohland an, wo wir auch gleich unsere Lager aufbereiteten, nur um danach noch Abendbrot zu essen, eine kurze Andacht zu halten und im Anschluss den Film "Der Prinz von Aegypten" zu sehen. Danach fielen alle Kinder auch sogleich erschoepft ins "Bett".

Der Sonntag wurde ebenfalls gemuetlich angegangen, mit einer erneuten Runde auf dem Spielplatz und einer anschliessenden Wanderung in Richtung Bushaltestelle. Von dort aus fuhren wir weiter in Richtung Grosspostwitz.
Auf dem Gelaende der Kirche gab es dann zuerst einmal ein Mittagessen und im Anschluss noch Spiel und Spass, bevor es zum Abschlussgottesdienst in die Kirche ging. Der Gottesdienst war fuer deutsche Verhaeltnisse mal etwas erfrischend anderes!
So moechte man das am liebsten oefters erleben, nicht nur war die Kirche aussergewoehnlich voll (was sie sonst nur zu Weihnachten ist), nein auch die musikalische Unterhaltung war mal etwas neues - in Form von einem Musical! Was das ganze natuerlich etwas auflockerte - und ich mich fragte warum man nicht oefters mal einen etwas lockeren Gottesdienst haben koennte, es muss ja nicht gleich immer ein Musical sein....

2 comments:

Marco said...

Ein sehr netter Bericht... jetz weiß ich also auch, wo du warst, als du nicht wie sonst üblich im Inet anzutreffen warst...

.. hoffe Chris hatte auch seinen Spaß!

Ivonne said...

und fuer all jene die es bis jetzt noch nicht wussten - so nerdy bin ich wirklich! :D

jup chris hat es auch gefallen ;-)

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